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Reisebericht Luang Prabang in Laos

Kurzurlaub 4.06.18 - 10.06.18 (7 Tage/ 6 Nächte)


Luang Prabang liegt im bergigen Norden von Laos malerisch am Mekong und ist, wie wir sehr schnell feststellten sehr einfach zu Fuß zu erkunden. Unser gebuchtes Hotel stellte auch kostenlos Fahrräder zur Verfügung, die wir entgegen unserem ursprünglichen Plan, an keinem der Tage nutzten. Alles kann man zu Fuß erkunden und manchmal nahmen wir zurueck zum Hotel ein Tuk-Tuk. Aus Indonesien, wo wir uns überwiegend aufhalten, war es für uns ein Kurzurlaub mit relativ kurzer Anreise.


Geschichtliches

Luang Prabang war die Hauptstadt des historischen Königreichs Lan Xang (Land der Millionen Elefanten) und ist stark von kulturellen und architektonischen Einflüssen der Kolonialmacht Frankreich (1893 bis 1953 ) geprägt. Bis zur Abschaffung der Monarchie in Laos 1975 war Luang Prabang die Königsstadt. Nach dem Indochina-Krieg (1962-1975) haben die kommunistischen Einheiten den bis dato regierenden laotischen König Sisavang Vatthana mit seiner Frau und Kronprinzen in ein politisches Umerziehungslager deportiert, wo die Familie dann vermutlich um 1984 ums Leben kam. Landesweit flohen nach 1975 300.000 Laoten. 1991 began die witschaftliche Liberalisierung und Privatisierung des Tourismus. Seit 1995 ist Luang Prabang von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt, als einzigartige und gut erhaltene architektonische, religiöse und kulturelle Mischung aus den ländlichen und städtischen Entwicklungen über mehrere Jahrhunderte. Die buddhistischen Klöster sowie die gesamte französische Kolonialarchitektur in der Stadt wurden unter Denkmalschutz gestellt und werden seitdem restauriert. Es wird eine restriktive Stadtplanung betrieben, um den historisch einzigartigen Charakter des Stadtzentrums zu erhalten.


Zauber der Vergangenheit: Der erste Spaziergang durch Luang Prabang

5.06.18

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns, mit einem kleinen Stadtplan der Altstadt von Luang Prabang, der im Hotel auslag auf den Weg Luang Prabang zu Fuß zu erkunden. Es ist ein ruhiges Städchen mit wenig Verkehr. Wir schlenderten durch den Morgenmarkt, wo jetzt zu dieser Uhrzeit die Marktstände langsam abgebaut wurden, trotzdem ganz interessant. Weiter ging es dann am Mekong die Khem Khong Straße entlang. Schattige gepflegte Wege, malerische Straßenzüge mit restaurierten kolonialen Gebäuden mit Hotels, Gästehäusern, Cafes und Restaurants. Sehr ruhig und gepflegt alles und total charming.


Wat Xieng Thong

Wat Xieng Thong Tempel

Nach einer kurzen Pause in einem der vielen Restaurants am Mekong, wo man gemütlich mit Aussicht auf den Mekong sitzt aber wohl ziemlich überal (zumindest Mittags) grotten schlecht ißt :-( schlenderten wir weiter am Mekong entlang. Eine Treppe vom Mekong führt zum Wat Xieng Thong Tempel hinauf.

Wat Xieng Thong ist der schönste buddistische Kloster in Luang Prabang und einer der wichtigsten in Laos. Er wurde 1559-1560 erbaut. Bis 1975 war der Wat ein königlicher Tempel und Lao-Könige wurden hier gekrönt. Es ist eine kleine Tempelanlage bestehend aus einer Ansammlung von Schreinen, Pavillons und Bereichen, wo die Mönche leben. Der Eintritt betrug 20.000 Kit pro Person und dafür gab es für die Frau, die einen Rock knapp über dem Knie trug kostenlos leihweise einen Laotischen Sarong.

Wat Xieng Thong Wat Xieng Thong Wat Xieng Thong


Bamboo Bridge

Eine Bambusbrücke als Sehenswürdigkeit

... wei sie nach jeder Regenzeit zerstört wird und danach wieder neu aufgebaut werden muß 😉.

Es gibt einige Bambusbrücken von Luang Prabang über den Nam Khan Fluß . Diese eine Bambusbrücke, die an einer pitoresken Stelle liegt, wo Nam Khan in den Mekong mündet , wird jedes Jahr neu aufgebaut. Neben dem View Point Cafe gibt es sogar einen schön angelegten kleinen Park mit Sitzgelegenheiten. Will man sie überqueren (keine Ahnung was es auf der anderen Seite gibt, wohl auch ein Cafe mit Aussichtspunkt) muß man eine kleine "Maut" von 5000 kit zahlen. Sachen gibts...

Danach sind wir in die Sisavangong Street abgebogen und hatten den Plan bis zum Hotel zurückzulaufen. Irgendwann waren wir aber doch platt vom Laufen und die Sonne pralte und so haben wir uns mit einem Tuk Tuk zum Hotel bringen lassen und die Besichtigungstour fuer heute beendet.


Almosengang der Mönche in Luang Prabang

6.06.18

Touristisches Spektakel oder eine authentische Tradition ? Man liest viel, dass es sehr touristisch ist, so sind wir vorbereitet gewesen auf zwiespältige Erfahrung. Wir wollen es aber unbedingt selber sehen und erfahren. Fuer 5.30 war ein Tuk Tuk bestellt, auf 4.00 Uhr der Wecker gestellt. Als wir so unseren Kaffee auf dem Balkon schlirften, konnte man aus vielen Richtungen gedämpfte, entfernte Tromeln aus den Klöstern hören, also nur eine Veranstaltung für Touristen wird es wohl nicht sein. Unser Tuk Tuk brachte uns in die Altstadt. Es war alles sehr ruhig aber links und rechts waren viele kleine Plastikstühlchen vorbereitet und in der Mitte der Strasse haben Marktfrauen Tische aufgebaut und verkauften Klebereis, dass man den Mönchen reichen könnte. Alle sehr unaufdringlich und da wir hier nicht als Gläubiger kamen, haben wir dankend abgelehnt.

Die Tradition des Almosen sammeln stammt aus dem 14. Jahrhundert, doch auch heute noch stehen einheimische früh auf und bereiten das Essen für die Mönche. Die Übergabe während der Prozession ist wohl mehr zeremoniel und wie ein Gebet. Später als die Mönche nach der Prozesion schon wieder in den Klöstern waren, sind wir noch lange durch die leeren Straßen spaziert, aus den Klöstern hörte man Gebete, später fegten die jungen Mönche das umliegende Gelände und Kindermönche kamen aus verschiedenden Häusern und Seitengassen mit "gewönlichen" Einkaufskörben. Dies sind dann wohl die eigentlichen gespendeten Mahlzeiten für den Tag gewesen. Es waren kaum andere Touristen um uns herum. An der Stelle, wo uns der Tuk Tuk abgesetzt hat, sahen wir Asiatische Touristen 2 Busse besteigen, so daß es wohl an dieser Stelle mehr los war. Wir denken, daß die Prozession denoch authentisch ist und es eine tiefe buddistische Religiösität bei den Laoten gibt. Auf jeden Fall waren wir sehr froh diese "Sehenswürdigkeit" der Almosensammlung in Luang Prabang miterlebt zu haben.


Ausflug zu den Tat Kuang Si Wasserfällen

7.06.18

Die Tat Kuang Si (auch manchmal Kuang Xi genannt) ist ein Wasserfall ca. 30km südlich von Luang Prabang. Man erreicht ihn in ca. 1 stündiger Autofahrt. Wir mieteten hierfür ein Van für 300.000 Kit. Das Wasser fließt herunter über mehrere Kaskaden in Pools mit türkis blauem Wasser. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel zum Schwimmen für Touristen und Einheimische. An mehreren Stellen gibt es Umkleidekabinen und Picknickplätze.

Es gibt einen Dschungelpfad nach oben, der bei Regen (und den hatten wir) ziemlich glitschig sein kann. Der Pfad führt an den einzelnen Pools vorbei. Zurück nahmen wir die asphltierte Straße und begegneten keinem Auto aber Mönchen, die den bequemeren Aufstieg nach oben nahmen. Auch die Straße schlängelt sich durch den Dschungel und ist umsäumt von herrlich blühenden Heliconia rostrata und Fackel-Ingwer (Etlingera elatior).

Tat Kuang Si Tat Kuang Si Tat Kuang Si Fackel-Ingwer (Etlingera elatior) Mönche auf dem Weg nach Tat Kuang Si Heliconia rostrata


Luang Prabang - Ban Pak Ou

Bootsausflug am Mekong zum Ban Pak Ou Cave

8.06.18

Die Ban Pak Ou Höhlen befinden sich 25km nördlich von Luang Prabang, etwa zwei Stunden flussaufwärts mit dem Boot in der Nähe der Mündung des Flusses Ou (Pak Ou) in den Mekong. Es sind 2 Höhlen, die untere Tham Ting und die obere Tham Theung. Wir haben nur die untere besichtigt, der Aufstieg in die obere war uns bei der Hitze zu beschwerlich. In den Pak Ou Höhlen befinden sich hunderte von Buddha-Statuen.

Der Eintritt betrug 20.000 Laos Kip pro Person und ein privates Boot 300.000 Laos Kip. Das Boot war einfach aber bequeme Size, die wohl aus einem verschrotteten Bus entnommen wurden. Die Fahrt dauerte ca. 1.5 Stunden einfach, da wir keinen Halt am Ban Xang Hayam village, sogenanntem Whisky Dorf, wo lokaler Whisky gebraut wird, machten. Es interessierte uns nicht besondert und es scheint inzwischen eine reine Verkaufveranstaltung zu sein. Man kann die Bank Pak Our Höhlen auch erreichen, indem man mit einem Tuk Tuk oder privatem Auto zum Dorf auf der anderen Flussseite fährt und dann mit einem privatem Boot zu den Pak Ou Höhlen übersetzt. Wir fanden die Fahrt auf dem Mekong spannender, vorbei an Fischerbooten und Frachtbooten mit Hausanbauten in denen eine ganze Familie lebt. An den Ufern des Mekong konnte man nur Urwald und nur vereinzelt Bambushütten und Häuser sehen und am Ufer lagen meistens sehr kleine Fischerboote, so dass man erahnen konnte, dass sich hinter dem Busch Ansiedlungen befinden.


Ausflug nach  Ban Pak Ou - Am Mekong Ausflug nach  Ban Pak Ou - Am Mekong Ausflug nach  Ban Pak Ou - Am Mekong Ausflug nach  Ban Pak Ou - Am Mekong Luang Prabang - Ban Pak Ou Luang Prabang - Ban Pak Ou Luang Prabang - Ban Pak Ou - Die Anlegerstelle Luang Prabang - Ban Pak Ou Luang Prabang - Ban Pak Ou


Zum Abschluß noch paar mehr Tempel ...

9.06.18

Luang Prabang ist berühmt für seine vielen Tempel. Über 30 soll es geben. Den schönsten Wat Xieng Thong Tempel haben wir schon an unserem ersten Tag in Luang Prabang gesehen und einige weitere nach der Mönchprozesion.


Wat Visounarath & That Makmo

Der Wat Visounarath und die Stulpe That Makmo liegen etwas außerhalb des alten Stadtkerns von Luaban Prabang. Es handel sich hierbei um die äteste buddistische Klosteranlage von Luang Prabang aus dem 15ten Jahrhundert, die im Laufe der Jahrhunde aber zersört wurde und im 20igsten Jahrhundert neu aufgebaut wurde.

Wat Visounarath - Luang Prabang Wat Visounarath - Luang Prabang Wat Visounarath - Luang Prabang


Wat Ho Pha Bang - Luang Prabang

Wat Ho Pha Bang

ist der Tempel auf dem Gelände des Königstpalastes.

Der Königspalast, der 1904 zu Ehren von König Sisavang Vong erbaut wurde, ist heute das Nationalmuseum von Luang Prabang. Das relativ bescheidene Anwesen befindet sich auf der Hauptverkehrsstraße und zwangsläufig läuft man daran vorbei. Hier wohnten und regierten einst die Könige des Landes. Es war Hauptwohnsitz von Sisavang Vong (1905-1959, ab 1946 König von Laos), später lebte hier sein Nachkomme König Savang Vatthana (1959-1975) mit seiner Familie. 1975 kamen die Kommunisten an die Macht, haben den Palast übernommen und die königliche Familie aus dem Land vertrieben. Seit 1995 ist der Palast in ein Museum umgewandelt und damit der Öffentlichkeit zugänglich.


Mount Phusi - Aussicht auf Luang Prabang Mount Phusi

Mount Phousi

ist mit 150 Meter über dem Level von Luang Prabang ein Hügel, also kein wirklicher Berg 😉 . Trotzdem die vielen hunderten von Treppen, die hinauf zur Spitze führen, haben uns etwas Furcht eingefloßen und so haben wir uns dieses kleine Abenteuer bis zum letzten Tag aufgespart. Den Namen hat der "Berg" nach einer alten Lao Legende bekommen. Die Stulpa wurde in 1804 erbaut von König Anourot. Der Berg ist natürlich viel älter und nach einer Legende, die ihre Wurzeln in der Ramayana Mythologie hat, wurde dieser Berg vom Affenkönig Hanuman von Ceylon (Sri Lanka) hierher gebracht.

Der Aufstieg über viele, viele Treppen, die glücklicherweise schattig sind, da von vielen Bäumen und uralten hohen Frangipanie umssäumt, ist schweißtreibend. Die Rundum-Aussicht auf Luang Prabang entschädigt aber, wenn man oben angekommen ist. Oben befindet sich ein kleiner bescheidener Tempel. Der Eintritt, den man unten (vor dem Aufstieg) entrichten muß, beträgt 20.000 Kit pro Person. Die Treppe zum Mount Pousi befindet sich auf der Hauptstraße Sisavangong gleich gegenüber dem Eingang zum Museum des Königstpalastes und unweit des Nachtmarktes.


Maison Dalabua Hotel in Luang Prabang

Charming Boutique Hotel am Lotusteich
4.06.18 - 10.06.18 (6 Nächte)

Für die Recherche nach einem für uns passenden Hotel haben wir natürlich booking.com usw. genutzt. Da wir 6 Nächte bleiben wollten, sollte es etwas weitläufiger sein , mit Pool und natürlich schön und möglichst zentral in der Altstadt von Luang Prabang. Es gibt gerade in Luang Prabang so viele schöne charmante kleine Hotels, sodaß die Auswahl schwer fiel. Wir haben uns für die Grand Deluxe Zimmer im Boutique Hotel Maison Dalabua entschieden. Da wir die Beschreibung auf booking.com etwas verwirrend fanden (aber auch auf der Website des Hotels wurde nicht alles so eindeutig) haben wir das Hotel kontaktiert unsere Wünsche geäußert und nachdem vom Hotel eine Antwort schnell kam, auch dort direkt gebucht. Nach dem Motto, wenn das gewählte Zimmer nicht passt, gibt es vielleicht einfacher ein upgrade zu bekommen. Auch nach 6 Nächen haben wir nicht so wirklich bei den verschiedenen Kategorien durchgeblickt aber wir hatten ein Grand Deluxe Zimmer mit dem besten Blick auf den Lotusteich bekommen. Unserer Meinung nach gibt es nur 4 mit Blick und nur eines (natürlich unseres 😉 ) hatte den Besten Blick. Wir waren super glücklich mit dieser Wahl! Fühstück war vom Angebot überschaubar aber mit allem was man braucht, französisches Brot und Baquetes, Jogurt, viele Früchte, hausgemachte Marmeladen, herliche Bananakuchen und eine Auswahl an Laotischen Frühstücksspezialitäten und das alles schön presentiert in einem gemütlichen Ambiente am Lotusteich. Für uns war es die Beste Hotelwahl in Luang Prabang.



Anreise

Mit AirAsia flogen wir von Denpasar via Kuala Lumpur nach Luang Prabang. Mit kurzem Transit in Kuala Lumpur waren wir nach 8 Stunden Reisezeit in Luang Prabang angekommen. Der Flughafen in Luang Prabang ist sehr klein, neu und modern. Die Einreiseformalitäten gingen schnell. Ein Formular ausfüllen, 30USD pro Person (dies fuer Deutsche, andere Nationalitäten haben leicht abweichende Gebühren) + 1USD für das obligatorische Foto. Am Ausgang wartete bereits unser Abholservice, den wir über das Hotel für 7USD pro Person bestellten. Um 16 Uhr waren wir in unserem schönen Hotelzimmer. Kurzurlaub kann starten!

Leider war die Rückreise etwas holpriger. AirAsia von Luang Prabang nach Kuala Lumpur ging pünktlich aber nach Ankunft in Kuala Lumpur mußten wir leider erfahren, daß der Weiterflug erst 7 Stunden später ist, mitten in der Nacht um 2 Uhr. Als Entschädigung gab es von AirAsia jeweils pro Person 2 Voucher für den Food Court auf KLIA2. Immerhin etwas (grrr!). Die Wartezeit zog sich aber ungemein. Wir sind statt um kurz nach Mitternacht erst um 6 Uhr morgens wieder zurück auf Bali gelandet.


Fazit

Luang Prabang ist ein sehr schönes Städtchen, malerisch gelegen, das meiste bereits wunderbar restauriert. So gepflegte Straßen und Bürgersteige sieht man in kleinen Orten in Asien selten. Das UNESCO Geld scheint gut angelegt worden zu sein. Uns hat Luang Prabang sehr gut gefallen und, wenn der Rückflug nicht schon gebucht worden wäre, hätten wir wahrscheinlich unseren Aufenthalt verlängert.


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