Reiseberichte

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@RIJAMO

Lanzarote, die ungewöhnlichste der Kanaren


Aufgerissene Krater, tiefschwarze Aschefelder, erstarrtes Lavameer, unterirdische Höhlen und Tunnels und in dieser Mondlanschaft schneeweiße Orte oder manchmal nur einzelne Fincas oder Kirchen. Nur eine spärliche Vegetation gibt es auf Lanzarote, umso grösser ist die Wirkung der Kanarischen Dattelpalmen, verschiedener Sukkulenten, Kakteen, Bougainvilleas und Drachenbäume in dieser Öden Landschaft. Lanzarote ist sehr gepflegt und der Kontrast zwischen fast ausschließlich weißer Bebauung, dem Schwarzen Lavameer und dazwischen ein paar Tupfen aus dem Farbtopf der Natur, wirkt sehr ästhetisch. Lanzarote ist die ungewöhnlichste Insel der Kanarischen Inseln.

Auf Lanzarote gibt es auch viele wunderschöne, helle! Strände. Und wo es verlockende Strände gibt, entsteht früher oder später eine mehr oder weniger atraktive touristische Infrastruktur. Lanzarote ist bis jetzt ziemlich glimpflich davon gekommen, die Touristenorte an den Stränden stechen nicht negativ hervor. Zu großen Teilen ist Lanzarote seit 1993 UNESCO Biosphere Reserve und diesen Status will man auch nicht verlieren.


Zwei Wochen im November Sonne tanken auf Lanzarote - Reisebericht

Die Corona-Pandemie hat die Anzahl der sonnigen Reiseziele im Winter erheblich reduziert. Zumindest solcher, die man ohne größere Formalitäten und Unsicherheiten spontan bereisen konnte. So entschieden wir die Kanarische Insel Lanzarote wieder mal zu besuchen. Wir fanden Lanzarote schon bei unserem ersten Besuch vor 32 Jahren sehr ungewönlich und interessant. Wir buchten für 2 Wochen ein Apartment in Los Mojones (Puerto del Carmen) und einen Mietwagen für die gesamte Zeit. Lanzarote hat eine Länge von 60km und maximale Breite von 34km. Die Straßen sind sehr gut ausgebaut, so daß man von Puerto del Carmen alle Orte schnell erreicht. Im folgenden gibt es Fotos und Berichte von den Orten und Sehenswürdigkeiten, die wir uns auf Lanzarote (wieder) angeschaut haben, diesmal gemütlich slow traveling 😎



Puerto del Carmen und Inselmitte

Puerto del Carmen ist ein langgezogener Urlaubsort. Schon bei unserem ersten Besuch auf Lanzarote Ende der 80iger Jahre war es der größte Touristenort von Lanzarote und schon damals gefiel uns Puerto del Carmen durch die niedrige weiße Bebauung und die großzügigen Strände sehr gut. In den letzten 32 Jahren sind viele weitere Apartmentanlagen gebaut worden und weitere Strände touristisch erschloßen worden. Uns gefiel Puerto del Carmen wieder auf Anhieb und wir waren sehr glücklich mit der Lage unserer Unterkunft in Los Mojones, einer Wohngegend hinter dem Hauptort Puerto del Carmen

Puerto del Carmen - Playa Grande ist über 1 km lang
Puerto del Carmen -  Playa Grande

8 km Strandpromenade in Puerto del Carmen

Eine 8km lange, sehr schön gestaltete breite Strandpromenade (inklusive Fahrradweg) verbindet den Hauptstrand von Puerto del Carmen (Playa Grande) mit den Stränden Playa de los Pocillos bis Playa de Matagorda. Die Strandstraße Avenida de las Playas ist überwiegend als Einbahnstraße verkehrsberuhigt. Der Haupt- und Durchgangsverkehr wird über die Umgehungsstraße (Rbla. Islas Canarias) und LZ-40 umgeleitet. Die Strandstraße am Playa Grande ist, auf der dem Meer abgewandten Seite, mit allerlei Shops und Restaurants dicht "gepflastert". An der Playa de los Pocillos dominieren größere Apartmentanlagen und Hotels, es gibt nicht mehr so viele Shops und Restaurants, der Strand ist noch breiter/größer/leerer als Playa Grande aber der Sand auch dunkler.

Wir liefen bis zum Ende der Playa Matagorda und nahmen von hier den Bus zurück zu unserem Apartment. Die Busse der Linie 2 und 3 pendelt in 20Minuten Takt zwischen dem alten Ortskern von Puerto del Carmen und Arrecife bzw. Costa Teguise (Linie 3). Der Fuß- und Fahrradweg an den Stränden von Puerto del Carmen geht noch weiter am Flughafen vorbei bis Playa Honda und Arrecife.

Puerto del Carmen - 8km Strandpromenade (Playa Grande, Playa de los Pocillos, Playa de Matagorda)
Puerto del Carmen - 8km Strandpromenade (Playa Grande, Playa de los Pocillos, Playa de Matagorda)

Fischerhafen La Tiñosa von Puerto del Carmen

La Tiñosa (die Schäbige) ist der alte/ursprüngliche Ortskern von Puerto del Carmen und der Fischerhafen. Heute wird der Fischerhafen bezeichnenderweise "El Varadero" (der Stapelplatz) genannt. Es "stapeln" sich auch viele Apartmenanlagen den Hang hinauf, die Steigungen sind enorm. Diese Ferienanlagen gab es aber auch schon vor 32 Jahren und sie wirken heute noch sehr gepflegt.

Fischerhafen La Tiñosa von Puerto del Carmen
Fischerhafen La Tiñosa von Puerto del Carmen

Wanderung von Puerto del Carmen nach Puerto Calero

Unterhalb des Restaurants Casa Roja mit der ockerfarbenen Fassade hat man einen Steg ins Wasser gesetzt, sodaß man bis zum Ortsrand laufen und über eine stuffenlose Rampe einen Hügel erreicht mit wunderschöner Aussicht auf den Fischerhafen von Puerto del Carmen

Puerto del Carmen - alte Fischerhafen, stuffenlose Rampe
Aussicht auf den Fischerhafen

Weiter kann man auf dem anfangs noch gepflasteren Weg, später auf einem gut markierten Schotterweg immer an der Küste entlang bis Puerto Calero wandern.

Wanderung von Puerto del Carmen nach Puerto Calero
Wanderung von Puerto del Carmen nach Puerto Calero
Wanderung von Puerto del Carmen nach Puerto Calero

Puerto Calero

Puerto Calero befindet sich westlich von Puerto del Carmen und ist ein relativ neu eingerichteter Sport- und Jachthafen. Einige Hotels und Restaurants und auch hier wieder eine sehr gepflegte Promenade, die fast Menschenleer ist.

Von Puerto Calero kann man noch weiter bis Playa Quemada wandern. Diese Wanderung haben wir uns nicht zugetraut, denn unseres Wissens gibt es in Playa Quemada kein Taxi oder Bus, dh. man muß den gleichen Weg wieder zurück laufen

Die Wanderung von Puerto del Carmen nach Puerto Calero ist sehr schön, weil immer an der Küste entlang und ohne große Höhenunterschiede.

Puerto Calero
Playa Quemada

Playa Quemada

Playa Quamada ist ein kleiner Ort an einer schroffen steinigen Küste vor einer schönen Bergkulisse. Im Meer vor Playa Quemada gibt es Fisch-Aquakulturen, die man schon bei der Anfahrt sieht. Im Ort gibt es 4 kleine Fischrestaurants, die alle Ihre Stammbesucher bzw. Empfehler zu haben scheinen, denn keines der Lokale konnte sich über Mangel an Kundschaft beklagen.

Insgesamt ist Playa Quemada aber immer noch ein Geheimtipp! Unser Wahl fiel beim ersten Mal (mehr zufällig) auf "El Pescador". Es wird hier vor allem fangfrischer Fisch schnörkellos, aber sehr gut zubereitet und die Mojo hier ist super lecker. Hier waren wir öffters, denn von Puerto del Carmen ist es mit dem Auto nur ein Katzensprung und es war auch bei Touren in den Südwesten von Lanzarote auf der Rückfahrt nach Puerto del Carmen nur ein kleiner Umweg.

Playa Quemada
Playa Quemada
Playa Quemada

La Geria - Weinanbaugebiet auf Lanzarote

Weinanbaugebiet La Geria auf Lanzarote

Das Weinanbaugebiet von Lanzarote ist einzigartig. Wie kann hier auf Lanzarote überhaupt Wein wachsen? Zerkleinerte Lavasteinchen, das "Lapilli", wird auf die Anbauflächen gestreut und speichert Nachtfeuchtigkeit aus der Luft, wie ein Schwamm und gibt es an Pflanzen weiter. Halbrunde Steinmauern aus Lavabrocken, die sogenannten "Zocos" schützen die Weinstöcke gegen stark blasenden Wind.

Das Weinanbaugebiet La Geria befindet sich gleich oberhalb von Perto del Carmen. Die Straße (LZ-30) von San Bartolomé nach Uga führt quer durch diese faszinierende Kulturlandschaft mit einigen kleinen Bodegas. Der Abschnitt um La Geria ist besonders malerisch. Die zwei größten Bodega sind Bodega La Geria und auf der anderen Straßenseite die Bodega Rubicón.

La Geria - Weinanbaugebiet auf Lanzarote
La Geria - Weinanbaugebiet auf Lanzarote

Teguise, die alte Hauptstadt von Lanzarote

Teguise war bis 1852 die Hauptstadt von Lanzarote. Gegründet wurde die Real Villa de Teguise (königliche Stadt von Teguise) bereits vor 600 Jahren, danach aber von algerischen Freibeutern komplett niedergebrannt. Das heutige Erscheinungsbild und die ältesten Gebäude stammen aus dem 17.Jh. Seit 1973 steht der historische Ortskern unter Denkmalschutz.

Wochentags ist es sehr gemütlich hier zu schlendern. Leider fanden wir fast alle Geschäfte immer geschlossen vor, dabei waren wir mehrfach und zu unterschiedlichen Tageszeiten außerhalb der Siesta da. Es heißt, daß die Händler am berümten Sonntagsmarkt in Teguise so ein gutes Geschäft haben, daß sie die Läden Wochentags geschlossen lassen. Egal es war auch so sehr schön durch die Gassen zu bummeln und es gibt nette Restaurants.

Tequise
Teguise. Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Seńora de Guadalupe
Teguise
Teguise. Plaza de la Constituciõn mit der Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Seńora de Guadalupe

In der Hoffnung, daß wegen Corona der gewöhnliche Andrang auf den Sonntagsmarkt ausbleibt, fuhren wir an einem Sonntag ca. um 10Uhr hin. Aber weit gefehlt, schon ca. 3km vor Teguise wollte man uns auf extra hierfür eingerichtete Parkplätze lotsen und Menschenmassen bewegten sich zu Fuß nach Teguise oder waren bereits auf dem Rückweg zum Parkplatz. Auf so eine Massenveranstaltung (gerade auch in Corona-Zeit) hatten wir keine Lust und sind weiter Richtung Haria gefahren.

Teguise - Palacio de Spinola - Lanzarote

Palacio de Spinola / Casa-Museo del Timple in Teguise

Palacio de Spinola befindet sich auf Plaza de la Constituciõn schräg gegenüber der Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Seńora de Guadalupe. Der Eintritt von 3Eur pro Person lohnt sich. Es ist ein Schmuckstück des alten Teguise. Es gibt Innenhöfe, orginal erhaltene Küche, Hauskapelle und in den herrschaftlichen Räumen ist ein Timple-Museum untergebracht. Timple ist ein fünfsaitiges Ukuleleähnliches Instrument mit langer Tradition auf Lanzarote. In einer Werkstatt wird veranschaulicht, wie aufwendig der Bau einer Timple ist und es gibt Vorführungen bzw. Klassen von Timple Meistern.

Teguise - Casa Spinola - Lanzarote
Teguise - Casa Spinola - Lanzarote

Traditionelle Wasserfiltersteine (Pila)

Lanzarote ist fast ohne Grundwasservorkommen und auch gibt es hier keine Passatwolken, dh. auch im Winter gibt es nur bescheidene Regenfälle. Das Regenwasser wurde früher in Zisternen gesammelt. Das verunreinigte Zisternenwasser wurde mit Hilfte von Tuffsteinen, die an der Oberseite ausgehöhlt waren, filtriert. Diese Wasserfiltersteine, genannt Pila kann man bei vielen historischen Bauten auf Lanzarote sehen. In Casa Spinola in Teguise kann man einige diese Pilas sehen

Heutzutage wird die Wasserversorgung auf Lanzarote vor allem durch Meerwasserentsalzungsanlagen gesichert. Einige Hotels und Wohnanlagen betreiben sogar eigene. Nur im ländlichen Raum wird noch in geringen Mengen gesammeltes Regenwasser genutzt.

Teguise - Casa Spinola - Lanzarote. Traditionelle Wasserfiltersteine

Bucht von Famara

Im Nordosten von Lanzarote, vor der Kulisse des Famara-Massivs befindet sich ein langgestreckter, wilder Dünenstrand. Heftige Brandung lockt Windsurfer. Direkt unterhalb des Famara Berges befindet sich eine große Bungalowanlage und am anderen Ende der Bucht der Fischerort La Caleta. Von Teguise ist es ein kurzer lohnender Abstecher, um sich den Strand anzuschaun.

Bucht von Famara
Bucht von Famara
Bucht von Famara

San Bartolomé

San Bartolomé liegt im Zentrum von Lanzarote und zwangsläufig fährt man auf einem Roadtrip an dem Ort regelrecht vorbei. San Bartolomé liegt am Rande des Weinanbaugebietes und unweit der wichtigen Straßenverbindung von Arrecife nach Teguise. Touristisch beworben wird lediglich, daß von César Manrique geschaffene Monumento al Campesino, welches sich in der Nähe befindet. In den Ort selber verirren sich kaum Touristen. Dabei ist San Bartolomé sehr schön. Im Ortszentrum befindet sich die schmucke Plaza Leó y Castillo mit dekorativen Palmen und alten Gebäuden, wie das Ayuuntamiento (Rathaus), die Pfarrkirche Iglesia de San Martin und sogar ein Stadttheater gibt es hier.

San BartoloméSan Bartolomé - Pfarrkirche Iglesia de San Martin
San BartoloméSan Bartolomé

Arrecife - die Hauptstadt von Lanzarote

Was macht man an einem verregneten Tag in Lanzarote? Glücklicherweise hatten wir ganz genau genommen nur einen einzigen in 2 Wochen in November! Wir entschieden uns die Hauptstadt der Insel Arrecife zu besuchen. Fast 64.000 Menschen und damit knapp die Hälfte der Inselbevölkerung von Lanzarote leben in Arrecife. Ziemlich viel Verkehr empfang uns und wir wollten eigentlich sofort umkehren, sind dann aber per Zufall am Parkplatz vor dem Fährenterminal und Uferpromenade gelandet und machten einen ausgiebigen Spaziergang an der Promenade und in der Altstadt. Wir waren nicht die einzigen Touristen, denn gerade stand hier ein Aida Kreuzfahrtschiff. Zunächst schauten wir uns die Marina an, mit Jachthafen, ein paar Boutiquen und Restaurants.

Danach liefen wir um den Charco San Ginés herum und bogen danach in die Fußgängerzone León y Castillo ab. Für ein Bummel in der Fußgängerzone waren wir leider schon etwas zu spät, denn ab 13 Uhr ist Siesta. León y Castillo mündet an der Uferpromenade mit Blick auf Castillo de San Gabriel mit zwei Fußgängerdämmen davor. Die kleine Festung wurde im 15ten Jahrhundert zum Schutz vor algerischen Piraten gebaut. Es befindet sicht darin ein Museum zur Stadtgeschichte von Arrecife.


Charco San Ginés in Arrecife

Die Lagune Charco San Ginés wirkt wie ein See mitten in der Stadt und ist mit den bunten Fischerbooten und umgeben von hübschen Häuschen mit blauen Fenstern und Balkonen wohl der schönste Fleck in Arrecife. Die Lagune hat man in den 80iger Jahren nach Plänen von César Manrique umgestaltet und die wenigen übrig gebliebene Häuser im alten Stil restauriert.

Auf der hübschen mit Palmen und Lorbeerbäumen bestandenen Plaza de las Palmas kann man die Iglesia de San Ginés besichtigen.

Der malerische Charco San Ginés liegt mitten in Arrecife - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
Arrecife - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
Der malerische Charco San Ginés liegt mitten in Arrecife - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
Arrecife - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien

La Recova - der älteste Marktplatz von Lanzarote

Unweit der Kirche befindet sich ziemlich versteckt der Eingang zu einem Innenhof, der mit Lorbeerbäumen bestanden ist. Hier befindet sich das Rathaus und historische Fotos erinnern daran, daß hier im 19. Jahrhundert ein Wochenmarkt stattfand.

Arrecife - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien

Parque Nacional de Timanfaya

Fast 25% der Fläche von Lanzarote ist bedeckt mit Vulkankegeln, erstarten Lavafeldern und Aschewüste. Diese Mondlandschaft ist das Resultat verherrender Vulkanausbrüche zwischen 1730-1736. Die 30 Vulkankegel, Montanas del Fuego (Feuerberge) im Zenrum der Eruption bilden seit 1974 den 51㎢ großen Parque Nacional de Timanfaya, die größte Sehenswürdigkeit auf Lanzarote.

Besichtigung des Timanfaya Nationalparks

Durch den Nationalpark führt die 14km lange Landstraße zwischen Yaiza und Mancha Blanca (LZ-67). Individuelle Touren durch den Park sind grundsätzlich nicht möglich, dh. man kann auch auf der LZ-67 außerhalb von ausgewiesenen Parkplätzen das Fahrzeug nicht verlassen. Die meisten halten sich daran, weil man sonst einen Stau verursachen würde, denn defacto gibt es keinen Seitenstreifen. Die vielen Randfahrer hier, sind da eindeutig im Vorteil 😏 Aber was solls, die Fahrt selbst bietet schon sehr beeindruckende Ausblicke.

Drei Besichtigungsbereiche befinden sich auf der Straße durch den Nationalpark. Und zwar etwa 2km außerhalb von Mancha Blanca befindet sich das kostenlose sehr informative Besucher- und Informationszentrum mit großflächigen Schautaffeln, einem Filmsaal und Aussichtsplätzen im Freien.

Timanfaya - Lanzarote

Ein großer Parkplatz befindet sich auch beim Echadero del los Camellos, wo sich Touristen ca. 15Minuten lang durch das Lavafeld von Dromedaren schauckeln lassen. Die Dromedare wurden bereits im 15 Jahrhundert nach Lanzarote gebracht und in der Landwirtschaft eingesetzt, wo sie Pflüge zogen oder die Mahlsteine der Gofiomühlen bewegten. Oder sie schleppten Salzsäcke von den Salinen zum Hafen nach Areccife und waren vor der Einführung der Autos der Haupttransportmittel auf Lanzarote. Früher Arbeitstiere, heute eine sehr beliebte Touristenattraktion, aber nicht für uns.

Timanfaya Nationalpark - Echadero de los Camellos
Timanfaya Nationalpark - Echadero de los Camellos
Timanfaya Nationalpark - Echadero de los Camellos

Montañas del Fuego - Ruta de los Vocanes

Etwas östlich der Echadero del los Camellos auf der Straß nach Mancha Blanca befindet sich die Einfahrt zum eigentlichen Zentrum des Timanfaya Nationalparks. Der Eintritt in den Parque Nacional de Timanfaya kostet 12 Euro pro Person (Stand: Nov. 21). Der Preis ist inklusive der Busfahrt über die Ruta de los Vulcanos. Diese Busfahrt sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, es ist sehr beeindruckend.

Möglichst im Bus rechts in Fahrtrichtung sitzen und den Park so spät, wie möglich am Nachmittag besuchen, denn dann sind die Busse mit Reisegruppen meistens schon weg.

Timanfaya - Lanzarote
Timanfaya - Lanzarote

Die Straße windet sich an eindrucksvollen Kratern vorbei. Während einer ca. 40-minutigen Fahrt wird die Geschichte des Parks erzählt, jeweils in Spanisch, Englisch und Deutsch. Die Straße ist kaum breiter als der Bus selbst, daher ist es sehr gut nachvollziehbar, daß keine individuelle Autofahrt hier erlaubt ist. Auf der Busfahrt gibt es Stops aber man darf nicht aussteigen, dh Fotos nur durch die Glasscheibe. Es ist dennoch ein großartiges Naturkino.😍

Timanfaya - Lanzarote
Timanfaya - Lanzarote
Timanfaya - Lanzarote
Timanfaya - Lanzarote

Islote de Hilario & Restaurante El Diablo

Nach Bezahlung des Eintritts zum Nationalpark Montañas del Fuego fährt man noch ca. 1km bis zu einem Parkplatz vor dem Besucherzentrum des Nationalparks Montañas del Fuego. Hier fahren alle 30 Minuten die Busse zur Ruta de los Vocanes los. Bevor oder danach hat man Zeit die Erdhitze an diesem Ort zu erleben. Auf einem der vielen Vulkankegel im Nationalpark ist hier ein Vulkangrill und Restaurante El Diablo errichtet. Die Parkangestellten veranschaulichen mit einigen Demonstrationen die ungeheure Hitze im Boden. Trockenes Gestrüpp in ein Loch im Boden geworfen, geht sofort in Feuer auf und Wasser in ein Loch geschüttelt, löst eine explosionsartige Dampffontäne aus.

Timanfaya - Lanzarote
Timanfaya - Lanzarote
Timanfaya - Lanzarote

Mancha Blanca / Tinajo / La Santa

Mancha Blanca befindet sich unmittelbar am Rande des Timanfaya Nationalparks. In der Umgebung wird Wein angebaut. Die einzige Sehenswürdigkeit ist die Wallfahrtskirche Ermita de las Dolores, die an der Stelle errichtet ist, an der am 16.04.1736, wie durch ein Wunder der Lavastrom stoppte und Mancha Blanca verschonte.

Mancha Blanca, Wallfahrtskirche Ermita de las Dolores - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
Mancha Blanca, Wallfahrtskirche Ermita de las Dolores - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
Mancha Blanca - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien

Von Mancha Blanca sind es nur 8km (10 Minuten) bis zur La Santa einem Fischernest an der Westküste von Lanzarote, der einige Surfer anlockt. Einen Stop lohnt der Ort Tinajo mit einer hübschen alten Kirche und einem schattigen Dorfplatz.

Tinajo - Lanzarote
Tinajo - Lanzarote
Tinajo - Lanzarote

Salinas del Janubio

Bei unserem ersten Besuch auf Lanzarote (vor 32 Jahren) hatten wir die Ansicht auf Charco de los Clocos von der Südseite. Nach dem Besuch der Salinas de Janubio fuhren wir daher auch erstmals zur Südseite der Lagune aber die Straße ist gesperrt. Danach muß man zu Fuß weiter. Da aber nicht klar ersichtlich war, ob dieser Weg überhaupt sicher begehbar ist, lassen wir es lieber an diesem Tag sein und fahren an einem der folgenden Tage nach El Golfo

Salinas del Janubio
Salinas del Janubio

El Golfo - Charco de los Clocos

In einem Kraterkessel, der zur Hälfte im Meer eingestürzt is, hat sich ein grüner Lagunensee, der Charco de los Clicos gebildet. Ein Tiefschwarzer Lavastrand trennt den See vom Meer. Die Lagune trocknet nie aus, weil über unterirdische Verbindungen immer wieder Meerwasser hineinströmt. Die grüne Farbe kommt vom starken Algenbewuchs.

Vom Parkplatz am Rande des Ortes El Golfo, führt ein abgesicherter Pfad zu einem Aussichtspunkt, von dem man den Lagunensee sehr gut sehen kann. Es gibt keine Verbindung zwischen dem Ortsstrand von El Golfo (mit den bunten Fischerbooten) und dem Strand vor der Lagune. Auch das Runterlaufen vom Aussichtspunkt zum Strand direkt vor der Lagune ist von dieser Seite nicht möglich bzw. verboten. Auf den Stränden hier kann man Olivin (Halbedelstein) finden.

El Golfo - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
El Golfo - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
El Golfo - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien
El Golfo - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spanien

Los Hervideros

Los Hervideros sind Felsformationen im Lavagestein an der Südwestküste von Lanzarote. Färt man entlang der Küste von El Golfo nach Playa Blanca, dann ist die Abzweigung fast nicht zu übersehen. Drumherum gibt es ausgebaute Aussichtsplattformen und Wege. Bei starkem Wind und aufgewühltem Meer gibt es hier ein Naturschauspiel von hochschlagenden Wellen

Los Hervideros
Los Hervideros

Playa Blanca

Playa Blanca war bei unserem ersten Besuch auf Lanzarote Ende der 80iger Jahre ein Fischerdorf mit einer kleinen aber feinen touristischen Urbanisation. Es ist immer noch schön auf der Uferpromenade zu bummeln und in der 2ten Reihe erkennt man noch ein bisschen vom alten Ortskern. Aber...

Playa Blanca - Lanzarote
Playa Blanca - Lanzarote

... die Urbanisation westlich und östlich des ursprünglichen Ortskerns hat sich unheimlich ausgebreitet in den letzten 32 Jahren und es wirkt alles auch irgendwie noch nicht so fertig gedacht/gebaut... Von Playa Blanca gehen Fähren nach Corralejo auf Fuerteventura und es gibt hier die tollen Papagayo Strände, die man mit einer 4km unbefestigten Straße erreichen kann.


Auf den Spuren von César Manrique

Seit 1993 ist die gesamte Insel Lanzarote als UNESCO  Biosphären Weltschutzgebiet ausgewiesen. Die Kandidatur Lanzarotes ging auf die Initiative von César Manrique, zurück. César Manrique (1919 - 1992), ein Künstler und Architekt aus Lanzarote, hat mit seinen Umweltschutzaktivitäten und gestalterischen Projekten die Entwicklung und Erscheinungsbild von Lanzarote entscheidend mitgeprägt. Mit seinen landschaftlichen Kunstwerken zeigte er auf, wie man Kunst- und Natur ästhetisch verbinden kann, ohne die Landschaft zu zerstören.

Die Werke des künstlerischen Schaffens von César Manriques sind viel besuchte Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote. Folgt man auf Lanzarote César Manriques Spuren, dann hat man zwangsläufig die ganze Insel abgefahren und besichtigt.😊

Bevor wir Jameos del Agua, Mirador del Río und Restaurant El Diabolo in Timanfaya wieder besuchten, schauten wir uns erstmals die neueren Sehenswürdigkeiten, die vor 32 Jahren noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich waren und zwar César Manriques letztes Wohnhaus in Haría und das ehemalige Wohnhaus des Künstlers in Tahiche, in dem sich die Fondatióne César Manrique befindet.

Haria, Lanzarote

Haría - im Tal der Palmen

Haría liegt in einem malerischen Tal mit vielen Kanarischen Palmen. Es regnet hier ein bisschen mehr, wie in anderen Teilen von Lanzarote, daher gilt das Haría Tal als der fruchtbarste Ort der Insel.

In Haría herrscht Dorfstimmung, auf dem zentralen Plaza León y Castillo gibt es ein paar Cafés und Restaurants aber nicht viel los, sehr ruhig, sehr gemütlich! Der langgestreckte Dorfplatz in Haria mit hübschen restaurierten Gebäuden, schattenspendenden Baumbestand und der Pfarkirche Nuestra Senora de la Encarnacion am Ende des Platzes, wirkt ehe wie eine kurze Alee. Schräg gegenüber befindet sich das Rathaus und davor über der ehemaligen Zisterne (Aljibe) ein kleiner Platz mit Bänken.

Haria - Lanzarote
Haria - Lanzarote
Haria - Lanzarote

Wir besuchten Haría an einem Sonntag. Man hat den Eindruck, daß sich hierher nur wenige Touristen verirren, die Einheimischen sind noch tonangebend. Außer vielleicht am Samstag, denn dann ist hier Markttag. Dies hat sich auch schon herumgesprochen, denn obwohl noch nicht so überlaufen, wie Teguise am Sonntag aber einen Parkplatz zu finden, ist dann eine Herausforderung.


Casa / Museo - César Manrique - Haría

In Haría, diesem schönen Ort hat sich César Manrique im Alter niedergelassen. Er baute die Ruinen eines alten Bauernhauses gekonnt um. Das Haus und etwas versetzt davon ein großes, helles Atelier liegen in einem Palmenpark .

Seit 2013 ist das letzte Wohnhaus von Manrigue der Öffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt beträgt 10Eur pro Person. Ein Kombiticket mit Fondatióne César Manrique ist 17EUR. Das Fotografieren ist nicht erlaubt. Das Anwesen ist geräumig, geschmackvoll und gemütlich eingerichtet, viele persönliche Gegenstände kann man betrachten. César Manrique lebte hier von 1988 bis zu seinem plötzlichen Unfalltod in 1992.

Casa / Museo -  César Manrique - Haría
Casa / Museo -  César Manrique - HaríaCasa / Museo -  César Manrique - Haría
Casa / Museo -  César Manrique - Haría - LanzaroteCasa / Museo -  César Manrique - Haría - Lanzarote

Grab von César Manrique in Haría

César Manrique starb am 25.09.1992 im Alter von 72 Jahren bei einem Autounfall in Tahiche unweit von seiner Fundación.

Das Grab von César Manrique befindet sich auf dem Friedhof von Haria (etwas ausserhalb des Ortes an der Straße von/nach Arrieta) und ist auf den ersten Blick gar nicht als Grab wahrzunehmen. Eine Grabplatte aus Lavagestein mit kaum lesbarer Aufschrift begrenzt von einer Kanarischen Palme und einem Kaktus.

Eingang zum Friedhof in Haria - Lanzarote - Kanarische Inseln - Spainen. Hier ist César Manrique begraben

Fondatióne César Manrique (Taro de Tahiche)

In Tahiche auf einem Stück wetlosen Lavaboden errichtete César Manrique nach seiner Rückehr aus New York in 1968 ein Wohnhaus und Atelier. Die Lavablasen, die sich auf dem Grundstück befanden, verband er mit unterirdischen Gängen und integrierte sie in die oberirdischen Räume des Anwesen. So entstand auf 30.000m² vermeintlich unbrauchbarer Lavawüste eine extravagante 3000m² Wohnlandschaft, die Natur und Kunst miteinander verbindet. César Manrique lebte und arbeitete hier 20 Jahre bis 1988 und brachte es dannach in seine Stiftung ein.

Der Eintritt betrug 10EUR pro Person. Ein Ticket in Kombination mit César Manriques letztem Wohnhaus in Haria etwas günstiger.

Fondatióne César Manrique - Tahiche- Lanzarote
Fondatióne César Manrique - Tahiche- Lanzarote
Fondatióne César Manrique - Tahiche- Lanzarote
Fondatióne César Manrique - Tahiche- Lanzarote
Fondatióne César Manrique - Tahiche- Lanzarote

Lagomar

Seit 1997 hat Lanzarote noch eine weitere Sehenswürdigkeit zu bieten, die auf César Manrique zurück geht. LagoMar wurde Anfang der 1970er-Jahre von einem aus Lanzarote stammenden Architekten im Auftrag eines englischen Immobilienmaklers realisiert. Die in einen ehemaligen Steinbruch integrierte Villa befindet sich in Oasis de Nazaret, einer Urbanisation kurz vor Teguise und nur 5km von der Fundation César Manrique entfernt. Während Dreharbeiten auf Lanzarote in 1973 erwarb der Schauspieler Omar Sharif das Anwesen und verspielte es noch am gleichen Tag gegen den Makler beim Bridgespiel. Daraufhin beauftragte der Makler César Manrique das Anwesen künstlerisch umzugestalten. So die Story 😉

Der Eintritt beträgt 6 EUR pro Person. Das namengebende Restaurant LagoMar war (vermutlich wegen Corona) geschlossen

LagoMar - Nazaret - Lanzarote
LagoMar - Nazaret - Lanzarote
LagoMar - Nazaret - Lanzarote

Mirador del Río

Mirador del Río liegt im Nordwesten von Lanzarote und der Navi lotst einen fast immer via die Schnellstraße (LZ-1) dorthin. Es lohnt sich aber die Straße von Teguise nach Haria zu nehmen mit mehreren schönen Ausblickspunkten auf das Haria Tal und die Nordost Küste. Allerdings muß man höllisch aufpassen, denn die Straße ist sehr schmall und eine Haarnadelkurve folgt der anderen. Es kann auch ein Reisebus entgegen kommen und es gibt sehr viele Radfahrer.

Vom Mirador del Río hat man einen fantastischen Ausblick auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa und sogar auf die dahinter liegenden unbewohnten Inselchen. Der Mirador ist ein Werk von César Manrique aus 1974. Dank der Natursteinfassade und, weil es keine rechten Winkel gibt, setzt sich das Bauwerk kaum von der Umgebung ab. Der Eintritt zum Mirador del Río betrug 5EUR pro Person.

Mirador del RioMirador del Rio
Mirador del RioMirador del Rio Mirador del Rio

Órzola, der nördlichste Ort von Lanzarote

Bevor es weiter zum Jameos del Aqua ging, legten wir noch einen kurzen Stop in Órzola ein. Auf der Fahrt hierher sieht man Feigenkakteenfelder auf denen Cochenille-Läuse für Naturfarben gezüchtet werden. Von Órzola kann man mehrmals täglich auf La Graciosa übersetzen, daher gibt es hier auch etwas touristische Infrastruktur mit Cafes und Restaurants.

Órzola
Órzola
Órzola

Jameos del Aqua

Jameos del Aqua ist Manriques erstes Großkunstwerk auf Lanzarote und wohl das Berühmteste. 1968 gestaltete er in einem an mehreren Stellen eingestürzten Lavatunnel, in welchem sich bis dato nur Müll sammelte, ein Restaurant, ein Schwimmbecken und eine Konzerthöhle. In einer Grotte befindet sich zudem ein Salzsee, der unterirdisch mit dem Meer verbunden ist und Lebensraum für seltene extrem lichtempfindlichen Albinokrebse ist.

Jameos del AguaJameos del Agua
Jameos del AguaJameos del Agua
Jameos del AguaJameos del Agua

Der Eintitt zu Jameos del Aqua betrug 10EUR pro Person. Obwohl unser erste Besuch bereits Jahrzehnte zurück lag, erkannten wir vieles wieder, dennoch hat sich der Besuch gelohnt. Es ist eine der Top Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote aber die Anzahl der Besucher (vielleicht wegen Corona?) war überschaubar und so war es sehr angenehm hier durchzuschlendern.

Ganz in der Nähe befindet sich noch eine weitere Sehenswürdigkeit von Lanzarote, die Cueva de los Verdes. Von den insgesamt 8 km eines Lavatunnels sind ca. 2km der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nun wir haben schon so einige Höhlen bis jetzt gesehen und die Cueva de los Verdes auch schon bereits bei unserer ersten Reise nach Lanzarote. Außerdem darf man den Höhlentunnel nur unter Aufsicht betreten, es gibt regelmässige ca. 40 Minuten lange Führungen. Kurz und gut, es reizte uns nicht 😉


Arrieta

Wir freuten uns Arrieta wieder zu sehen und vor allem auf gegrillten Fisch in einem der urigen Restaurants. Auch in Arrieta ist die Zeit nicht stehengeblieben. Hinter der ersten Häuserreihe direkt an der steinigen Küste sind inzwischen einige moderne Wohnblocks gebaut worden. Die Anzahl der Fischrestaurants ist überschaubar und alle waren gut besucht. Wir folgten einer Empfehlung aus dem Reiseführer und probierten das "El Amanecer", welches von 5 Brüdern geführt wird. Das Restaurant ist bei Einheimischen und Residenten sehr beliebt. Fisch war sehr lecker und wir können es weiterempfehlen.

Arrieta
Arrieta

Typisch kanarische Küche

Die typisch kanarische Küche ist einfach, deftig und ohne viel Schnickschnack. Frischer gegrillter Atlantikfisch ist ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen Küche von Lanzarotes. Serviert wird dazu die scharfe Mojo picon (rote Soße) und die milden Mojo verde (grüne Soße) und Schrumpelkartoffeln (papas arrugadas). Restaurants mit authentischer kanarischer Küche und einem urigen Ambiente findet man nur noch sehr selten. Wir sind in Playa Quemada und in Arrieta fündig geworden.

Kanarische Küche
Kanarische Küche
Kanarische KücheKanarische Küche

Ferienwohnung in Los Mojones (Puerto del Carmen)

Ferienwohnung - Lanzarote - Puerto del Carmen - Spanien

Los Mojones ist ein Wohngebiet und ein Ortsteil von Puerto del Carmen. Es ist 900m von Hauptstrand Playa Grande und vom Alten Hafen von Puerto Carmen entfernt. Runter laufen ein Klacks! aber zurück ist schon eine enorme Steigerung. Los Mojones ist eine schöne ruhige Gegend. Wir hatten gute Wahl getroffen mit einem Ferienapartmen in Loma Verde.

Die erhöhte Lage hatte einen Vorteil, wir hatten tollen Meerblick 😍 und was uns auch wichtig war, ein Parkplatz vor der Tür. Unser 2-Zimmer Appartment war neuwertig renoviert und funktionell/ modern mit IKEA ausgestattet und ein paar balinesischen Möbelstücken. Wir fühlten uns 2 Wochen (von 19.11.21 bis 3.12.21) sehr wohl hier. Der Gemeinschaftspool ist leider nicht beheizt, was ihn für uns in November bei max. 22 Grad Außentemperatur unbenutzbar machte. Brrr! Das empfanden die anderen Bewohner der Wohnanlage (viele Wohnungen standen aber auch Leer) wohl ähnlich, sodaß der Pool meistens unbenutzt blieb, bis auf wenige Sonnenanbeter die sich drum herum plazierten.

Ferienwohnung - Lanzarote - Puerto del Carmen - SpanienFerienwohnung - Lanzarote - Puerto del Carmen - Spanien
Ferienwohnung - Lanzarote - Puerto del Carmen - Spanien Ferienwohnung - Lanzarote - Puerto del Carmen - Spanien
Ferienwohnung - Lanzarote - Puerto del Carmen - SpanienFerienwohnung - Lanzarote - Puerto del Carmen - Spanien

Sehr nützlich ist die nur etwa 100Meter entfernte Bushaltestelle "Balcón del Mar", so daß man bequem auch einige Ausflüge mit dem Bus machen kann. Wir persönlich waren aber doch sehr froh ein Mietauto die ganzen 2 Wochen zu haben. Busverbindung hatten wir dennoch ein paar mal innerhalb von Puerto del Carmen genutzt.


Fazit von 2 Wochen Urlaub auf Lanzarote in November

Wie das Wetter so wird in November, hatten wir noch ganz gut in Erinnerung, sonning, wahrscheinlich kein Regen aber kein wirkliches Badewetter und Abends kühlt es stark ab. Dies passte für uns und so war es auch. Tagsüber hatten wir so 20-22 Grad, in der prallen Sonne und ohne Wind füllte es sich wärmer an, wehte ein Wind (meistens!) empfand man es kühler. Ein bisschen Nieselregen und bedeckten Himmel hatten wir an einem Tag in 2 Wochen. Abends und Nachts kühlte es regelmäßig auf 14-18 Grad ab, aber tagsüber hatten wir immer so 10 Stunden Sonne.

Sicher man kann die Insel auch in 3 Tagen mit dem Mietauto "abklappern" aber es war sehr schön mit mehr Zeit die Insel zu erkunden und einfach hier und da die Zeit zu verbummeln. Lanzarote ist sehr gepflegt und der Kontrast zwischen fast ausschließlich weißer Bebauung, dem Schwarzen Lavameer und dazwischen ein paar Tupfen aus dem Farbtopf der Natur wirkt sehr ästhetisch. Lanzarote hätte ohne das Wirken von César Manrique sicher nicht das heutige Erscheinungsbild. Wir hatten viel Zeit uns alle von César Manrique geschaffenen Sehenswürdigkeiten und das Timanfaya anzuschauen und den touristischen Mainstream bei den Sehenswürdigkeiten zu vermeiden.

Es waren tolle abwechslungsreiche 2 Wochen mit viel Sonne im ewigen Frühling der Kanarischen Inseln.

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